helfen
Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen,
müssen wir bei den Kindern anfangen.
Mahatma Gandhi
Stiftung Herz zeigen schenkt psychisch Kranken ein Zuhause
Wohnen in den eigenen vier Wänden und damit wie viele andere Menschen zu leben, bleibt für Menschen mit einer psychischen Erkrankung oft ein Traum. Ein weitestgehend eigenständiges Leben trotz psychischer Schwierigkeiten außerhalb von psychiatrischen Kliniken und Wohnheimen scheitert häufig an der Bereitschaft der Vermieter. Die Bedenken, eine Immobilie an einen Menschen mit einer psychischen Erkrankung zu vermieten, sind groß.

Die Stiftung Herz zeigen sucht daher nach Vermietern, die bereit sind, der Stiftung Wohnraum zu vermieten. Die Stiftung wiederum stellt dann diese Wohnungen bzw. Häuser Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung zur Verfügung. Der Vermietet genießt alle Vorteile eines sicheren Mitverhältnisses und hat mit der Stiftung einen seriösen Ansprechpartner.

Als Frau Edith und Herr Hans-Dieter Ernicke auf die Stiftung Herz zeigen mit dem Angebot zukamen, eine größere Wohnung in der Innenstadt der Stiftung für die Vermietung an Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung zur Verfügung zu stellen, war die Begeisterung groß. Frau und Herr Ernicke übergaben nach kurzer Abstimmungsphase eine frisch renovierte Wohnung mit liebevoll ausgesuchter Teilmöblierung an den Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums Christian Dierig.

Vier der fünf Wohneinheiten sind bereits an Klienten der AWOVITA GmbH, der Tochtergesellschaft der AWO Augsburg für ambulant betreutes Wohnen, vermietet.
Die Klienten werden bei der Bewältigung ihres Alltags begleitet und unterstützt. Mehrmals wöchentlich werden Termine mit der/dem zuständigen Casemanager/in vereinbart. Die individuelle Begleitung in ihrem privaten Umfeld stabilisiert und stärkt die Klienten. Es versetzt sie in die Lage, trotz psychischer Probleme eigene Perspektiven zu entwickeln.

„Wir hoffen, dass wir noch mehr Vermieter finden, die bereit sind, Wohnraum an die Stiftung und an Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung zu vermieten. Den betroffenen Menschen eröffnet sich nicht nur die Möglichkeit, ein weitestgehend selbständiges Leben trotz psychischer Probleme zu führen, sondern es geht um viel mehr: das Gefühl, dazuzugehören, anderen Menschen gleichberechtigt auf Augenhöhe zu begegnen. “, so Christian Dierig, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums.

Foto: Vorsitzender des Stiftungskuratoriums Christian Dierig (links) bei der Wohnungsübergabe mit Edith und Hans-Dieter Ernicke (Fred Schöllhorn)

Vorweihnachtliche Abendveranstaltung mit Herz
Zu einem ganz besonderen Event luden am 5. Dezember 2018 die Kuratoriumsmitglieder der Stiftung Herz zeigen zusammen mit der Kanzlei JuS-Rechtsanwälte ein. In weihnachtlich-festlicher Atmosphäre fanden sich im beschaulichen Martini-Palais am Ulrichsplatz zahlreiche geladene Förderer, Unterstützer und Freunde der Stiftung ein, um Spenden für die Stiftung Herz zeigen zu sammeln.
Es wurden nicht nur Weihnachtsbäume aus den Fugger'schen Wäldern für den guten Zweck versteigert, sondern auch eine hochwertige, handgefertigte Krippe, besondere Biere der Brauerei Riegele und edle Bettwäsche der Firma Dierig.
Wer sich aufwärmen wollte, konnte dies im eigens aufgebauten Weihnachtsmarkt der AWO Augsburg im Eingangsbereich der Kanzlei tun und dabei die von den Klienten der Beschäftigungs- und Trainingsstätten des Wohlfahrtsverbands liebevoll gestaltete Handwerkskunst erwerben. Der Besuch des Nikolauses ließ die Augen der anwesenden Kinder strahlen.
Durch die Versteigerung und zusätzliche Spenden kam die stolze Summe von knapp 2.300 Euro zusammen. „Wir freuen uns über die zahlreichen großzügigen Spenden und hoffen, dass unsere noch junge Stiftung einem immer breiteren Publikum bekannt und weitere Förderer finden wird. So kommen wir unserem Ziel, die soziale Infrastruktur in der Region Augsburg langfristig zu verbessern, immer näher. “ so Christian Dierig, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums.

Bild: Gräfin Maria Theresia Fugger von Glött mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Christian Dierig

Meitinger Schüler helfen Kindern krebskranker Eltern
Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Meitinger Max-Josef-Metzger-Realschule wurde nicht nur ein Sommer-, sondern auch ein Jubiläumsfest von den Schülern und Lehrern organisiert. Verschiedene Aktionen mit Verkaufsständen, die von Christine Perzl-Baur und Iris Todte organisiert wurden, erlösten insgesamt 1.750 Euro.

Das Geld der beiden Feste kommt der neuen Beratungsstelle KiYo (Kids & Youngsters krebskranker Eltern) der AWO Augsburg zugute. Seit September 2017 werden Familien am Interdisziplinären Cancer Center Augsburg (ICCA) am Klinikum Augsburg beraten, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Kinder und Jugendliche erfahren Begleitung und Unterstützung, damit sie infolge der großen Belastung, die die Krebserkrankung eines Elternteils darstellt, nicht langfristig selbst psychisch erkranken. Sie können an Kinder- und Jugendsprechstunden, altersgerechten Einzelgesprächen oder Geschwistergesprächen teilnehmen und Treffen von Gleichaltrigen-Gruppen besuchen.

KiYo schließt eine Versorgungslücke in Schwaben. Ein präventives Angebot, das Kindern und Jugendlichen hilft, mit der schwierigen Situation fertig zu werden, gibt es bislang nicht in der Region. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt KiYo wird von der Stiftung Herz zeigen und durch eine Anschubfinanzierung von der Aktion Mensch gefördert und ist dringend auf Spenden angewiesen.

Stolz überreichten die Schüler Magdalena Lofner, Giulia di Chiazza und Paul Stempfl von der Schülermitverwaltung zusammen mit Schulleiter Michael Kühn den Spendenscheck an die beiden Mitarbeiterinnen der AWO-Beratungsstelle Jana Bischof und Sonja Richter.

Foto: Fred Schöllhorn


Stiftung Herz zeigen erwirbt Haus für Jugend-Wohnprojekt
Mithilfe großzügiger Spender konnte die Stiftung Herz zeigen von der Stadt Augsburg ein kleines Einfamilienhaus im Stadtteil Hammerschmiede erwerben. „Wir freuen uns sehr, dass wir aufgrund der eingegangenen Spenden die Gelegenheit ergreifen und die Immobilie kaufen konnten“, so Stiftungsvorsitzender Werner Weishaupt. In dem Häuschen mit großem Garten soll ein Wohnprojekt für Jugendliche entstehen, die Unterstützung und Begleitung bei ihrer Berufsausbildung benötigen. Ziel des Projekts ist die erfolgreiche Integration dieser jungen Menschen in die Arbeitswelt. Die Jugendlichen freuen sich nicht nur auf das gemeinschaftliche Wohnen unter einem Dach. Auch für den eigenen großen Garten werden schon erste gärtnerische Ideen gesponnen.
„Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich bei unseren großzügigen Spendern – ohne deren Hilfe wir dieses Projekt nicht hätten stemmen können“, so Kuratoriumsvorsitzender Christian Dierig.